Gut geschützte Erde

Arbeiten beim Workshoptag am 29. August

In den letzten zwei Jahren ist Hilden zu einer städtischen Hitzeinsel geworden und zudem bekommen wir es mit einer anhaltenden Dürre zu tun. Damit die Pflanzen im Garten mit diesen veränderten Rahmenbedingungen besser leben können, haben wir ihnen mehr Erde gegeben und die Erde mit einer Mulchschicht vor dem schnellen Austrocknen bewahrt (zumindest ist das die Idee). Die Steinumrandungen sind auch dafür da, dass die Erde bei Starkregenfällen nicht einfach weggeschwemmt wird. Weiterhin entstanden sind ein weiteres Hochbeet, ein Kräuteretagenbeet, den Kompost haben wir umgesetzt und das Regenwurmmuseum in den Schatten verlegt. Und geschnitten und gegossen ...

Nach langer Zeit

Am 20. Juni hat unser letzter Workshoptag im Nachbarschaftsgarten stattgefunden. In einer kleinen Gruppe. Klein und fein. Nach der langen Corona-Pause gab es viel zu tun. Zu Schneiden und zu pflegen. Außerdem haben dieTeilnehmer*innen ein neues Hochbeet an den Zaun zum Kindergarten gebaut, bergeweise Erde durch den Garten gefahren und nachgefüllt und einen kleinen Birnbaum, eine Johannisbeere und ein Holunder gepflanzt. Der Kompost wurde mir einfachen Mitteln in ein Wurmmuseum verwandelt und geerntet wurde auch: jede Menge Kartoffeln.

Endlich kann es weitergehen!

Obwohl seit dem 14. März kein Workshoptag im Nachbarschaftsgarten mehr stattgefunden hat, sieht der Garten jetzt sehr anders aus als im März. Das liegt daran, dass Mainzelmännchen dort waren und dass das, was gepflanzt und gesät wurde, sich von den Rahmenbedingungen einer Pandemie wenig beeindruckt zeigt. Der Garten ist eine kleine Gemüse-Oase im Hildener Süden und lädt zum Verweilen ein. Und zum Schuften :-)

 

Unser erster Workshoptag im März

Das war schon aufregend. Und vor dem Anfang war auch noch sehr viel unklar: Woraus können wir unser Schlüssellochbeet bauen? Wo kriegen wir Steine und - vor allem - derart viel Erde her. Als das Gärtnerunternehmen Siganschin dann drei Hügel (Erde, Kompost, Sand) vor dem Gemeindezentrum ablud, haben wir uns kurz gefragt, ob wir uns doch verschätzt haben könnten - aber nur kurz :-) Ein paar Tage vor dem großen Tag sind wir mit dem Bulli in den Baumarkt und hatten Glück, dass alles reinpasste: Holzdielen, Plexiglas, Gartengeräte, erste Obstgehölze ... An diesen Tagen haben wir gespürt, wie groß dieses Projekt eigentlich war.

Beim Workshoptag selbst hatten wir Sonnenglück und bekamen die Anfänge der Corona-Krise zu spüren. Wir hatten uns für die Durchführung des Workshops entschieden. Wir waren ja draußen. Aber nicht wenige der angemeldeten Teilnehmer*innen waren aufgrund der neuesten Nachrichten nicht dabei. Verständlich und schade. Trotzdem haben wir ganz schön viel geschafft: Der Tomatenunterstand und das Schlüssellochbeet sind fertig geworden. Wow!

Wann es weitergehen kann, ist im Moment nicht klar. Und das tut schon auch weh. Wir sind mit so viel Schwung gestartet. Und am Ende des Tages waren wir geschafft und doch - so fühlte es sich an - hatten alle große Lust jetzt dabeizubleiben. Wann wir an dieses Gefühl wohl wieder anknüpfen können?

 

Beeren und Wein - Mandalabeet und Kräuterspirale

Ideen für den Nachbarschaftsgarten

Beim Planungsworkshop im Januar fanden sich zehn Menschen im Diakonie-Haus ein, die mehr über Permakultur erfahren und an der Gestaltung eines Nachbarschaftsgartens mitwirken wollten. Johannes Dickmann, der Referent, der selbst verschiedene Permakulturgärten aufgebaut hat, erzählt den Teilnehmer*innen von seinen Erfahrungen und zeigt viele gute Beispiele, die die Arbeit im Nachbarschaftsgarten inspirieren können. Dann gehen die Teilnehmer*innen in Kleingruppen und gehen die Planung an: Welche Rahmenbedingungen bietet der Garten? Was ist schon da? Und was würde gut hierher passen und auch gedeihen? Die Pläne für den Garten, die die Kleingruppen erarbeiten, weisen überraschend viele Ähnlichkeiten auf: ein großes Mandalabeet in die Mitte des Gartens und neben die Terasse ein Kräuterbeet oder eine Kräuterspirale, in den geschützen hinteren Teil eine Sitzecke mit einer Sonnenfalle und an den Zaun zum Kindergarten Zaunbeete mit Beerensträuchern. Der Kompost, der noch einmal versetzt werden muss, um der Sitzecke Platz zu machen, könnte bei der Gelegenheit noch ein Wurmmuseum werden. Und das sind nicht alle Ideen, die bei den kommenden Workshoptagen aufgenommen und in die Tat umgesetzt werden können ...

 

Der Nachbarschaftsgarten am Jahresanfang

Mit dem Garten fangen wir nicht bei Null an. Im Oktober 2018 sind die ersten Hochbeete entstanden und seit dem vergangenen Jahr bauen die Maulwürfe, eine Eltern-Kind-Gruppe im Nachbarschaftsgarten, hier Gemüse an. Drumrum gibt es viele Ideen, was der Garten noch alles werden könnte: ein Lernort für Permakultur und ein Paradies für Artenvielfalt im Kleinen. Und ein Begegnungsort für Menschen aller Generationen im Stadtteil. Und mit diesen Ideen im Hinterkopf fand im Januar dieses Jahres ein Planungsworkshop für den Nachbarschaftsgarten statt.