Fertig?

Die Wohnküche ist bereit: Tische und Stühle, die irgendwoher kamen und nun nicht mehr wackeln und in freundlichen Farben lächeln, Palettenregale, die Platz für Zeitungen, Bücher oder Tee bieten.  Leuchtende Glas- und Tassenlampen. Aus alten Lochblechen ist am Ende noch eine Magnetwand (statt Pinnwand entstanden).

Jetzt könnte ein Fest gefeiert werden, wenn die Rahmenbedingungen dem nicht entgegenstünden. Deswegen verschieben wir das Fest - auf den nächsten Sommer. Veranstaltungen können in der Wohnküche aber schon stattfinden - wenn sie klein sind.

Fertig ist die Wohnküche übrigens nicht. Das gehört zur Idee dazu. Dass sie sich verändern kann und so werden, wie sie ersehnt und gebraucht wird. Von denen, die sie nutzen wollenwerden.

 

Upcycling ist - nicht immer - einfach

Die Idee kam auf, als wir die Tassen ganz hinten in einem der Schränke fanden. Sie waren - gemeindeeigenschön und irgendwie unbrauchbar. Zu klein und außerdem verlangten sie nach Untertassen. Sowas braucht man ja heute eher nicht mehr ...

Und dann kam - irgendwoher aus einer Café-Erinnerung - die Idee: Wir könnten versuchen, aus den Tassen kleine Lampen zu machen. Einfach war das nicht und ohne den Reparaturtreff wäre es unmöglich gewesen. Aber es klappt: Mit viel Hirnaschmalz, verschiedenen Experimenten und Telefonaten und diversen Gängen gibt es nun: Tassenlampen. Fertig sind sie noch nicht und es sind auch noch nicht alle, aber man kann schon was sehen :-)

Was sonst noch entstanden ist. Ideen für Stühle, die vom Sperrmüll zu uns kamen, viel angeschliffenes und angefangenes. Es wird Zeit, dass wir weitermachen können. Wann das bloß wieder geht?

 

Zwischendurch

Auch zwischen den beiden Workshoptagen im Februar und im März verändert sich was im Raum. Am Dienstag, dem 2. März entstand ein neues Regal aus Paletten und alten Schranktüren, die auf dem Sperrmüll rumstanden. Außerdem haben wir angefangen, die Küchenschränke zu durchforsten und sind dabei unter anderem auf eine Brotschneidemaschine gestoßen. Ob die dort gebraucht wird?

 

Weiß und grün und licht und schön

Beim ersten Workshoptag finden sich etwas zehn Menschen ein, die zunächst etwas ratlos im Raum rumstehen. Was tun? Wo anfangen? Klar ist: Dieser Raum kann heller werden. Die Decke am besten weiß und der schwere Hängeschrank am besten runter von der Wand. Wie gut das wir Werkzeug aus der benachbarten Netzwerkstatt und tatkräftige Unterstützung vom Reparaturtreff haben. So wird im Laufe des Tages der Raum lichter und aus den Hängeschränken werden Bretter für ein Wandregal geerntet. Am Ende des Tages sieht der Küchentresen aus wie neu und die Wand hinter der Küche ist grün - nein salbei :-) Ein paar Helferlein kommen in den nächsten Tagen wieder, streichen die Decke weiß und noch einmal weiß, bauen den neuen Kühlschrank auf und die Spülmaschine ein und feilen an einem Palettenregal. Das alles macht schon eine Menge was aus.

 

Das Bistro, das eine Wohnküche werden kann

Das Bistro ist ein Veranstaltungsraum im Souterrain des Gemeindezentrums an der Erlöserkirche. Der Raum wird nur von wenigen Gruppen genutzt - auch weil er am Ende eines dunklen Ganges liegt und selbst nicht der hellste ist. Aberder Raum ist voller Möglichkeiten: Es gibt eine Küche und eine kleine Terasse vor dem Fenster. Der Raum liegt in unmittelbarer Nähe zum Nachbarschaftsgarten und - wenn er etwas schöner wäre - dann könnte hier viel los sein: Es würde gebacken, gekocht und eingemacht mit und aus dem, was im Garten wächst. Und der Raum könnte verschiedenen Gemeindeinitiativen offenstehen: zum Beispiel für ein Elterncafé des benachbarten Familienzentrums. Und mit diesen Ideen im Hinterkopf fängt die Initiative an.